Das Herz brennt. Kennt ihr das auch? Mein Herz brennt, wenn ich verliebt bin. Und in den Momenten des puren Glücks. Aber auch, wenn ich sehr traurig bin. Oder wenn ich völlig durcheinander bin. Die Jünger in der Emmausgeschichte haben alle diese Gefühle in kurzer Zeit erlebt. Sie waren traurig, dass Jesus gestorben war. Sie waren total durcheinander, als ihnen ein Fremder begegnete, der so gut über Jesus Bescheid wusste. Und sie waren glücklich, als sie ihn endlich erkannten und wussten: Jesus lebt.
„Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete?“
So steht es im Lukasevangelium, in der Bibel, in diesem uralten Buch, das heute viele Menschen nicht mehr interessiert. Aber dass ihr Herz brennt, das kennen sogar die Menschen, die von Gott und Jesus nicht mehr viel wissen wollen. Trauer, Verwirrung, Ungewissheit, Glück – diese Gefühle kennt jeder Mensch. Es ist nur manchmal schwierig, wenn man sie alleine aushalten muss. Und es sind nicht immer Menschen da, denen wir davon erzählen können, die Trauer, Glück und Durcheinander mit uns teilen möchten.
Gott ist immer da für uns. Gott können wir unsere Trauer und unser Unglück klagen. Gott können wir um Rat und Begleitung bitten, wenn wir nicht wissen, wie es weitergehen soll. Und Gott können wir auch danke sagen, wenn es uns gut geht – wir können ihn loben für all das Schöne, das er uns schenkt. Und wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihnen das wirklich gut tut – dann kommen Sie doch mal in einen Gottesdienst oder zu unserer Emmauswanderung am Ostermontag um 14 Uhr in Ravengiersburg. Dort geht es um die brennenden Herzen der Emmausjünger – und auch um all das, was unsere Herzen zum Brennen bringt.
Ich freue mich auf Sie!
Ihre Pfarrerin Heike Perras